Herbert Müller als „Niedersachse“ bei den Deutschen Katameisterschaften nominiert

Dieter Langhorst (links) (TuS Bothfeld 04, Hannover) und
Herbert Müller (rechts) (DJK Benninghauseen-Eickelborn und JSV Lippstadt)
starten für Niedersachsen für das Kata-Team Hannover mit der Koshigi No Kata.

Das Kata-Team Hannover bei den Deutschen Katameisterschaften in Hoppegarten.

 

Kurze Version

Bevor es für viele Judoka schon bald in die „Sommerpause“ geht, stehen noch einige Wettkämpfe und Meisterschaften an, bei denen viele Athletinnen und Athleten den Verband auch über die niedersächsische Grenze hinaus vertreten.

Während vor gut einem Monat 22 Paare ihre eingeübten Kata bei den Niedersächsischen Katameisterschaften in Bassen/Oyten demonstrierten, haben 12 dieser Paare die Zeit genutzt und sich auf ihren Start bei den Deutschen Katameisterschaften am 17. und 18.06.2017 in Hoppegarten (Brandenburg) vorbereitet.

Für den NJV gehen an den Start:

Nage no kata (Samstag):
Alexander Schleicher und Tim Smeikal* (Welfen-SC Braunschweig), Adrian Gehl und Björn Koch (SG Misburg)

Nage no kata U18 (Samstag):
Sonja Schacht und Bennett Brandes (Judo-Club Peine), Odine Vainauskas und Talea Post (Hansa-Sportverein Stöckte e.V.)

Katame no kata (Sonntag): Imke Schumann (Judo-Team Hannover e.V.) und Boris Neumann (VfL Germania Leer), Sebastian Esser (Bovender SV) und Dieter Langhorst (TuS Bothfeld 04), Bianca Rekittke und Julian Jelinsky (Judo-Club Peine)

Ju no kata (Sonntag): Heidi Grigat und Heidi Jeddeloh (VfL Edewecht), Jan Smeikal und Stefanie-Irina Smeikal (Welfen-SC Braunschweig), Marion Kubitzke und Joachim Hüser (Turnverein Meppen 1912 e.V.)

Kodokan goshin jutsu (Samstag): Stephanie Krupp und Dominique Plewe (TuS Borkum)

Koshiki no kata (Sonntag): Dieter Langhorst (TuS Bothfeld 04) und Herbert Müller (JSV Lippstadt)

Lange Version

Niedersächsische Landes-Katameisterschaft 2017 in Bassen

Am 06. Mai wurde die niedersächsische Landes-Katameisterschaft, zum ersten Mal unter der Leitung der neuen Kata-Referentin Jutta Milzer, in der Sporthalle des kleinen Ortes Bassen ausgetragen.

Bei guter Stimmung und hervorragender Verpflegung durch den ausrichtenden TSV Bassen (Dank gilt hier Michael Harms und seinem Team) stellten sich der Wertungsrichterkommission (Kurt Teller – 6. Dan, Sei Kam Chow – 4.Dan, Wolfram Diester – 5. Dan, Jutta Milzer – 5. Dan) 22 Paare (leider sagten drei Paare aus Krankheitsgründen ab) aus Niedersachen und Berlin im Rahmen einer Sonderregelung dem Anspruch, eine formgerechte, technisch präzise und (Judo-) prinzipientreue Kata zu demonstrieren.

Trotz stringenter Durchführungen mit wenigen und an gemessenen Pausen können die Wartezeiten für Zuschauer und Akteure bei so einer Meisterschaft naturgemäß lang ausfallen. Aber auch wenn sich einige Teilnehmer sicherlich eine zweite Wettkampffläche gewünscht haben, lässt sich dies bei allem Engagement, aufgrund der landesweit knappen Anzahl Wertungsrichter, in dieser Ebene nur schwer umsetzten. Umso erfreulicher war die Hospitation eines Neueinsteigers, Youssef Dioux, den wir sicherlich bald auch aktiv an den Tisch der Wertungsrichter sehen werden.

Dank gilt auch dem „Rechenaugust“ André Hoppe, der mit den elektronischen Voraussetzungen und der notwendigen Fingerfertigkeit, gekoppelt an die notwendigen Judokenntnisse für die
Wertungsvorgaben, schon während der laufenden Meisterschaft die Auswertung erstellt hat.
Doch versüßt durch die erwähnte Verpflegung und die zumeist sehr guten Kata-Demonstrationen wurde dieser Meisterschaftstag dann zum Glück auch nicht „zu“ lang.

Erfrischend war hierbei auch eine auf Landesebene selten erlebte Demonstration der Koshiki-no-Kata, die die Zuschauer bzw. wartenden Athleten gebannt beobachteten.

Insgesamt gab es keine großen Überraschungen auf den Siegertreppchen, als die jeweiligen Favoriten den Erwartungen entsprechend Gold, Silber und Bronze entgegennahmen, und bis auf wenige Ausnahmen unseren Landesverband bei der Deutschen Katameisterschaft vertreten werden.

Bemerkenswert ist allerdings die steigende Anzahl der jugendlichen Teilnehmer, deren Demonstrationen weit über das Niveau einer Kyu-Prüfung hinaus gingen. Auch über alle Altersgruppen betrachtet, steigt das Leistungsniveau erfreulich an.

Der in letzter Zeit gerne als Kritik angebrachte Hinweis, dass so manch einer eine derartige
Meisterschaft nur als „doppelten“ Boden oder sogar als einfache Freikarte für die Anerkennung des Kata-Teils seiner Dan-Prüfung ausnutzen könnte, bestätigt sich hingegen nicht.

Der Druck durch die öffentliche Wettkampfatmosphäre, teils persönlich nicht bekannte Wertungsrichter und ggf. mehr und fachlich oft sehr kompetente Zuschauer, erhöht die mentale Herausforderung – und selbst wenn jemand die Meisterschaft als Generalprobe zur Prüfung genutzt hat, hat er sich dem Ganzen öffentlich gestellt. Etwas, das Anerkennung und Achtung finden sollte. Auch im Gespräch mit den Prüfungsaspiranten bestätigte sich, dass der mentale Druck hier wesentlich höher ist, als bei einer regulären Dan-Prüfung.

Dies zeigte sich dann auch im Ergebnis, das für viele leider nicht in der erhofften Bescheinigung für die Prüfung endete.

Insgesamt stellte sich die Meisterschaft erneut als gelungene Veranstaltung dar. Jutta Milzer hat das Konzept Ihres Vorgängers Kurt Tellers zum größten Teil übernommen und mit Bedacht nur kleinere Änderungen vorgenommen und Erweiterungen, wie eine Newcomer-Auszeichnung und anschließende Coachings für die Teilnehmer, eingefügt.

Eine schriftliche Umfrage, die mit den Besuchern und Teilnehmer durchgeführt wurde, wird helfen die Organisation von Kata-Meisterschaften zu verbessern.

Bereits im nächsten Jahr wird dies Einfluss auf die Landes-Katameisterschaft haben, unter anderem durch den Aufbau der Aufwärm-Mattenfläche in einem abgetrennten Hallenteil sowie einer anderen Positionierung des Wettbewerbsbereichs innerhalb der Hallenfläche.

Die Idee, das Coaching von vornherein ganz auf den Folgetag zu legen, war vom Veranstalter und Ausrichter so geplant, aber durch die privaten Termine der Teilnehmer (Konfirmation am Sonntag) leider nicht umsetzbar. Das hätte den Tag bereits deutlich entspannt. Der Vorschlag, im nächsten Jahr einen Sondertermin für alle bei der DKM startenden Paare zu nehmen, an dem jedes Paar sein Coaching erhält, schließt die nicht dort startenden Paare aus und ist für viele mit zusätzlichen Fahrtkosten verbunden. Zudem müssen die coachenden Wertungsrichter ebenfalls dafür Zeit finden. Wir werden sehen, was sich davon umsetzen lässt. Unterm Strich muss es auch für alle Beteiligten wirtschaftlich machbar sein.

Bei der gemeinsamen Siegerehrung wird es wahr scheinlich bleiben. Bei einem Wettkampf für Kinder werden inzwischen Teil-Ehrungen vorgenommen, um den Kindern und ihren Eltern die Wartezeit zu verkürzen. Bei einer Veranstaltung, die überwiegend von Erwachsenen besucht wird, darf man davon ausgehen, dass diese Belastung eingeplant wird.

Zudem schließt die Ermittlung des Paares, das mit dem Newcomer-Pokal nachhause geht, einige Verfahren aus, wenn dieser noch einem anwesenden Paar überreicht werden soll.
Bei diesen Landesmeisterschaaften erhielt das Duo Danghorst / Müller den Newcomer-Pokal: Sie starten zum ersten mal zusammen in einer neuen Kata underhielten miz 70 % der erreicbaren Punkte die höchste WErtung untern den Newcomern.

Jetzt starten für Niedersachsen erfreulicherweise zwölf Paare, wobei wir uns für ein Paar jemanden aus dem Nachbarbundesland geliehen haben.

Es werden am 17. und 18. Juni 2017 in der Halle der Peter Joseph Lenné-Oberschule in der
Von-Canstein-Straße 2 in 15366 Hoppegarten starten in der …

Nage no kata (Samstag):

Alexander Schleicher und Tim Smeikal* (Welfen-SC Braunschweig),
Adrian Gehl und Björn Koch (SG Misburg),

Nage no kata U18 (Samstag):
Sonja Schacht und Bennett Brandes (Judo-Club Peine),
Odine Vainauskas und Talea Post (Hansa-Sportverein Stöckte e.V.)

Katame no kata (Sonntag):
Imke Schumann (Judo-Team Hannover e.V.) und Boris Neumann (VfL Germania Leer),
Sebastian Esser (Bovender SV) und Dieter Langhorst (TuS Bothfeld 04),
Bianca Rekittke und Julian Jelinsky (Judo-Club Peine)

Ju no kata (Sonntag):
Heidi Grigat und Heidi Jeddeloh (VfL Edewecht),
Jan Smeikal und Stefanie-Irina Smeikal (Welfen-SC Braunschweig),
Marion Kubitzke und Joachim Hüser (Turnverein Meppen 1912 e.V.)

Kodokan goshin jutsu (Samstag):
Stephanie Krupp und Dominique Plewe (TuS Borkum)

Koshiki no kata (Sonntag):
Dieter Langhorst (TuS Bothfeld 04) und Herbert Müller (JSV Lippstadt)

Niedersächsische Schlachtenbummler würden unseren Athleten Rückendeckung geben! Jeder, der dort startet, ist schon mal besser als alle, die sich nicht einmal bis zu den Landesmeisterschaften getraut haben. Das sollten wir ihnen auch zeigen.

Dirk Hagedorn Jutta Milzer – NJV-Katareferentin