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Kata-Mannschaft-Westfalen:
vlnr.: Herbert Müller, Martin Schade Andreas Samp, Dieter Hannig, Maja Kraft, Heinz Aschoff, Gottfried Wellmann, Andreas Kroh, Carsten Böger, Markus Böger

(Textgrundlage von Silke Schramm mit einigen Änderungen) Es war eine Premiere. Fünf Mannschaften waren am 8. Dezember im freundschaftlichen Wettstreit gegeneinander angetreten. Nach sieben Kata-Kategorien stand fest: gleich zwei Teams konnten den ersten Platz belegen.

Auf persönliche Einladung kamen Kata-Enthusiasten in Teams zusammen und bewiesen ihr Können. Gestartet wurde in sieben Kodokan-Kata. Die Teams mussten aus mindestens fünf Mitgliedern bestehen, dabei durfte jeder Teilnehmer maximal dreimal als Uke oder Tori starten.

Das Pilotprojekt wurde unter anderem von Dieter Münnekhoff initiiert: „Das Ganze sollte ein lockerer, ungezwungener Wettbewerb werden. Ein inoffizieller Versuch.“ Der Versuch fand großen Anklang – weit über die Grenzen von NRW hinaus. Fünf Teams hatten sich schließlich angemeldet. Unter die bekannten Kata-Liebhaber hatten sich auch neue Gesichter gemischt. „Das war die Idee“, erklärt Hans Urban, Organisator vom Ausrichter DJK Dülmen „dass die ‚alten Hasen‘ auch den Nachwuchs mit einbeziehen.“

Auf zwei Matten starteten die Teams. Die jeweilige Kata begann stets mit einem Paar aus dem Team ‚BONNSAI-KAMPAI‘. Diese Mannschaft, bestehend aus national und international erfolgreichen Kata-Wettkämpfern, startete außerhalb der Wertung. „Es sollte eine Veranstaltung vor allem für Amateure sein. Die Experten haben gezeigt, wie es sein kann“, verdeutlichte Hans Urban.

Trotzdem war das Niveau hoch. Das sahen die Katawertungsrichter bereits bei der Nage-No-Kata sowie bei der Kodokan Goshin Jutsu No Kata, die den Anfang machten. Bei der Nage-No-Kata konnte besonders das Team „Westfalen-Bayern“ punkten, obgleich die Bayern witterungsbedingt nicht anreisen konnten. Die Kodokan Goshin Jutsu No Kata bestimmte das Team „Hessen“. Sie waren besonders motiviert, da sie durch das Fehlen einiger Mitglieder nicht in allen Kata starten konnten.

Bei der Katame-No-Kata sowie bei der Kime-No-Kata konnte sich wieder das Team Westfalen durchsetzen. Die Mannschaft aus ‚Musashi Keisho Suru‘ konnte die Juno-Kata, Koshiki-No-Kata und Itsutsu-No-Kata für sich entscheiden.

„Es war eine tolle Veranstaltung mit guter Stimmung“, freute sich Dieter Münnekhoff „ich habe schon immer an den Mannschaftsgedanken geglaubt. Das war immer mein Antrieb. Warum sollte das nicht bei der Kata funktionieren?“

Er sollte Recht behalten. Überall konnte man nur positive Kritik hören: bei den freiwilligen Katawertungsrichtern, bei den Teilnehmern und beim Publikum. Dieter Münnekhoff: „Ich freue mich besonders über die freiwilligen Helfer. So kann die Kata-Mannschafts-Meisterschaft auch im nächsten Jahr wieder ein Erfolg werden.“

(eigener Text) Zum Kata-Mannschaftswettbewerb im Dülmen trafen Mannschaften aus Hessen, Niedersachsen und aus drei Mannschaften aus NRW ein. Ein Team bildete sich aus dem Großraum Köln-Bonn-Bergisches Land (Team „Bonnsai-kampai“. Das zweites Team „Musashi Keisho Suru“ bildete sich aus den Kreisen Borken, Marl, Kleve, Bocholt und Dülmen. Das dritte Team „Westfalen“ kommt aus Beckum, Bielefeld, Borchen, Gütersloh, Lippstadt und Verl. Carsten Stiller vom TV Gütersloh war der OWL-Motor. Er begeisterte die heimischen Sportler zu dem Experiment „Kata-Mannschaft“.

Die Nage No Kata (Form der Würfe) besetzten Maja Kraft und Andreas Samp (beide TV Verl, mehrfache Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften).

Die Katame No Kata (Form der Bodentechniken) zeigten die Zwillinge Carsten und Markus Böger (SC Borchen, mehrfache Teilnahme an den Deutschen- und Europameisterschaften).

Vom TVSE Bielefeld kommt das erprobte Duo Gottfried Wellmann und Andreas Kroh (Teilnehmer an den Deutschen Meisterschatfen) mit der Kime No Kata (Form der antiken Selbstverteidigung).

Das Duo Heinz Aschhoff und Dieter Hanning (JC Beckum) demonstrierten die moderne Form der Selbstverteidigung (Kodokan-goshin-jutsu No Kata). Das Beckumer Duo besitzt mehrfache Landestitel und war auch auf den Deutschen Meisterschaften mehrfach erfolgreich.

Das Ju No Kata-Team Christine Kroeh (TSV Benediktbeuern-Bichl, Bayern) und Georgine Prescher (TG Kochel, Bayern) wollte OWL für den verletzten Carsten Stiller verstärken. Leider war die Anreise witterungsbedingt nicht möglich.

Daher stellte sich die Frage: Solle etwa die Ju No Kata (Form der Geschmeidigkeit) unbesetzt bleiben? Nein, natürlich nicht! Martin Schade und Herbert Müller (WM-Teilnehmer 2011 vom DJK Benninghausen-Eickelborn und JSV Lippstadt) übernahmen nun neben der Koshiki No Kata und und der Itsutsu No Kata auch diese dritte Kata.

Abschließend ergab sich ein Punktegleichstand zwischen Westfalen und dem Kata-Netzwerk. Daher wurde der erste Platz zweimal vergeben. Das Katanetzwerk „Musashi Keisho Suru“ verzichtete als Gastgeber auf den großen Wanderpokal.

Ausblick: Die heimischen Kata-Freunde freuen sich über die kurzen Anfahrt zu den anstehenden Landesmeisterschaften in Ostwestfalen am 21. April 2013. Nachdem der TV Verl die Landesmeisterschaften und Deutschen Meisterschaften in 2012 ausrichtete, wird der SC Borchen neuer Ausrichter für die Landesmeisterschaften. Die Deutschen Meisterschaften werden in Maintal stattfinden.

Doppelt Spitze: Kata-Mannschafts-Meisterschaft in Dülmen